Hohentengen – Das neue Bürgerhaus im Hohentengener Ortsteil Stetten ist eingeweiht worden. Die Feier begann mit einer gefühlvollen Saxophon-Interpretation von Johann Pachelbels „Canon in C-Dur“, gespielt vom Waldshuter Musiker Franciszek Jaschonek. Das helle, geräumige und großzügige Gebäude wurde um 11 Uhr mit geladenen Gästen eröffnet. Ab 14 Uhr waren dann die Stettener zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Das Programm des Vormittags bestand aus Reden der Beteiligten und Musikbeiträgen. Dadurch war die Veranstaltung sowohl feierlich als auch kurzweilig. Zunächst bedankte sich Bürgermeister Jürgen Wiener an diesem „bedeutenden Tag für Stetten“ bei den Unterstützern.
Dabei betonte er das Engagement der Gemeinderäte, seines Vorgängers Altbürgermeister Martin Benz, der Dorfgemeinschaft Stetten und der beteiligten Handwerker. Wiener bedankte sich auch beim Planungsbüro Bachmann für die gute Zusammenarbeit, bei Hannelore Raufer von der Kommunalaufsicht des Landratsamts und beim Grünen-Landtagsabgeordneten Niklas Nüssle für die Unterstützung bei wichtigen Förderanträgen. „Es liegt an der Bevölkerung, dieses Haus zu ihrem Haus zu machen“, schloss Wiener.
Nach einem weiteren Musikstück sprach Gerhard Bachmann vom Planungsbüro Bachmann. Er bedankte sich bei den Handwerkern und der Dorfgemeinschaft und übergab symbolisch den Schlüssel in gebackener Form an Bürgermeister Jürgen Wiener. Auch Gerhard Bachmann betonte die konstruktive Zusammenarbeit, insbesondere mit den Bewohnern des Dorfs. „Was mit einer Wunschliste in der Bürgerversammlung der Bewohner von Stetten im Januar 2018 begann, steht heute vor Ihnen und es kann mit Recht gesagt werden, dass es ein tolles Gebäude geworden ist.“
Nach einem Yann-Tiersen-Stück, das nicht wie gewohnt am Klavier, sondern mit dem Saxophon gespielt wurde, trat Alexander Hupfer an das Rednerpult. Auch er betonte die gute Zusammenarbeit mit allen Verantwortlichen. Vorschläge seien bestmöglich umgesetzt worden. Die Dorfgemeinschaft organisiert nun die Pflege des Bürgerhauses. Die Familien Kolbe und Krivanek bilden das Hausmeisterteam. Das Bürgerhaus kann ab sofort im Internet unter dorfgemeinschaft-stetten.de gebucht werden. Bei der Segnung des Bürgerhauses durch Dekan Wolfgang Spitznagel erhielt Hupfer die Aufgabe, den Sternsingersegen über die Eingangstür zu kleben.
Zuletzt trat Niklas Nüssle ans Rednerpult. Mit Blick auf die anschließende Segnung erklärte er augenzwinkernd, sich nun lieber kurzfassen zu wollen, damit nicht noch im letzten Moment etwas passiere. Er bedankte sich bei allen Beteiligten für die Zusammenarbeit und freute sich, dass die Förderungen aus dem „Entwicklungsprogramm ländlicher Raum“ hier sinnvoll angewendet worden seien. Nüssle stellte fest, dass Baden-Württemberg und insbesondere die Region am Hochrhein durch lebendige Ortschaften, vielfältige Dörfer, einen starken ländlichen Raum und ausgeprägtes ehrenamtliches Engagement gekennzeichnet sind. Daher sei das Geld des Förderprogramms hier perfekt eingesetzt.
Bevor die geladenen Gäste sich dem Apéro widmeten, sprach Dekan Wolfgang Spitznagel einige Worte. Danach segnete er mit Bürgermeister Wiener, Alexander Hupfer und Gemeinderat Christian Hupfer das Gebäude. Er stellte fest, dass das schönste Dorf am Hochrhein um ein Schmuckstück reicher geworden sei. Dieses Bürgerhaus soll ein Ort der Begegnung sein. In der Gemeinschaft erfahre der Mensch die Hilfe, sein eigenes Potenzial zu leben. Die Freude der Anwohner bei der Nutzung des Hauses sei ein Ausdruck der Dankbarkeit für all die investierte Arbeit.